1.1 Grundsätzliche Erläuterung der Aufgabenstellung des Heizens

Das Heizen dient generell dazu, die Innentemperatur von Gebäuden trotz sinkender Außentemperaturen in einem für den Menschen verträglichen oder sogar überlebensfähigen Bereich zu halten. Dies ist in Gegenden nötig, wo die Außentemperaturen deutlich unter 20°C absinken können.

Dazu wurde der Begriff der Heizperiode geprägt. Als Heizperiode wird der Zeitraum bezeichnet, in dem die Heizanlage in Betrieb genommen wird, um die Innentemperatur auf einem Richtwert von 20°C zu halten. Bezug ist in Deutschland eine mittlere Außentemperatur von 15°C, die sogenannte Heizgrenze.

Gesetzliche Regelungen zur Heizperiode gibt es nicht, da die Notwendigkeit und Dimensionierung eines Heizungssystems von Klima, geographischer und Höhenlage und anderen Faktoren wie Dämmstandard des Gebäudes abhängig und an jedem Ort verschieden ist. Im Extremfall ist es sogar möglich, ein Gebäude so gut zu dämmen, dass selbst in Frostgebieten überhaupt kein Heizungssystem benötigt wird und die reine Prozesswärme durch die Nutzung ausreicht. Übliche Dämmstandards, insbesondere im Bestand, liegen jedoch weit darunter. Im Energiebedarf eines Haushalts macht im derzeitigen Durchschnitt die Heizung 76% aus (siehe Bild 1.1). Es ist also ein Heizsystem nötig, das seine Aufgabe einer Beheizung möglichst nachhaltig, effizient und kostengünstig erfüllt.

Bild 1.1: Energiebedarf Haushalt

(http://de.wikipedia.org/wiki/Energieeinsparung)

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