1.3.3 Medizinische Aspekte

Allergiker/Asthmatiker

Von der Heizungstechnik sind vor allem Hausstauballergiker betroffen. Als Hausstauballergie bezeichnet man eine Sensibilisierung und allergische Reaktion gegenüber dem Kot von Hausstaubmilben, die Rhinitis, Jucken und allergisches Asthma auslösen können.
Ausgelöst wird diese Reaktion des Immunsystems nicht durch den Hausstaub direkt, sondern durch den Kot von Hausstaubmilben, die in dem Staub leben. Dieser Kot haftet am Hausstaub und wird mit jeder Form von Konvektion „aufgewirbelt“. Je niedriger der Konvektionsanteil desto besser für den Allergiker. Den prinzipbedingt niedrigsten Konvektionsanteil hat die Infrarotstrahlungsheizung.

(Wilfried Diebschlag, Brunhilde Diebschlag: Hausstauballergien. Gesundheitliche und hygienische Aspekte. 2. Aufl., Herbert Utz Verlag, München 2000)

Medizinische Wärmebehandlung

Die medizinische Behandlung mit Infrarotstrahlung gehört zum Bereich der physikalischen Therapie oder Physiotherapie. Dort befasst man sich mit medizinische Behandlungsformen, die auf physikalischen Prinzipien wie Wärme, elektrischem Strom, Infrarot- und UV-Strahlung, Wasseranwendungen und mechanische Behandlung wie  Massage beruhen.
Insbesondere die Anwendung der Infrarot-C-Strahlung, wie sie auch bei Infrarot-Saunen Anwendung findet, ist in der Schmerz-Therapie, bei Überlastungen des Bewegungsapparats und bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen gut untersucht. Eine Infrarotstrahlungsheizung hat also tendenziell einen positiven medizinisch-therapeutischen Effekt. Außerdem ist das derjenige Strahlungsanteil, der uns im Alltag sowieso ständig umgibt, da er von allen Gegenständen mehr oder weniger stark ausgestrahlt wird.

(Richter W., Schmidt W.: Milde Ganzkörper-Hyperthermie mit Infrarot-C-Strahlung. Z Onkol/J Onkol 34 (2002) 49 – 58)

(Schmidt W., Heinrich H., Wolfram G.: Detoxifikation und Immunstimulation durch Infrarot-C-Strahlung. Biol. Med. 33 (2004) 66 – 68)

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