1.2 Motivation zur vorliegenden Untersuchung

Die Motivation war die Fragestellung, ob eine  Infrarot-Heizung eine sinnvolle Lösung für die Problemstellung des Heizens ist. Teilfragen dazu waren:

  • Ist sie als Heizung im Wohnbau überhaupt geeignet?
  • Sind die Kosten konkurrenzfähig zu anderen Heizsystemen?
  • Ist die Ökobilanz konkurrenzfähig zu anderen Heizsystemen?
  • Ist sie praxistauglich?
  • Ist sie uneingeschränkt verfügbar, d.h. was ist, wenn das jeder macht?

Diesen Fragen wurde schon in einem Vorläufer-Projekt des Arbeitskreises Ökologisches Bauen in den Jahren 1994 – 1996 nachgegangen. Dort wurde die Eignung von Infrarotstrahlern in der Ausführung mit Glühdrahtwendel (Badstrahler und Kirchenstrahler) in einem Niedrig-Energiehaus untersucht. Wegen der offensichtlichen Diskrepanz bei den damaligen Energiepreisen zwischen Öl/Gas und Strom wurde die Untersuchung jedoch vorzeitig abgebrochen. Außerdem erwies sich die Bauform der verwendeten Strahler für den Dauereinsatz als alleinige Heizung als ungeeignet.

Mit der Änderung der Energiepreise und der Marktreife der Bauform als Flächenstrahler, die praktisch verschleißfrei arbeiten und für Dauerbetrieb geeignet sind, wurde das Thema neu aufgegriffen.

Zuerst wurde eine Marktrecherche im Internet durchgeführt, um geeignete Flächenstrahler auszuwählen. Hauptsächliche Auswahlkriterien waren die physikalische Eignung als Infrarotstrahler (siehe auch unten):

  • Oberflächentemperaturen im Bereich von ca. 60°C bis 120°C (mehr als 50% reiner Strahlungsanteil) und
  • keine Speichermasse (schnelles Ein- und Ausschaltverhalten).

Mit dem Hersteller des ausgewählten Produkts wurde anschließend Kontakt aufgenommen und eine Forschungskooperation vereinbart.

Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es hier nicht um eine vergleichende Untersuchung zwischen verschiedenen Anbietern oder Produkten geht, sondern um die generelle Eignung von Infrarotstrahlern, speziell Flächenstrahlern, zur Raumheizung im Wohnbereich.

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