3.6 Probebetrieb

Die Installationen wurden wie vorgesehen im Oktober 2008 vorgenommen und der Meßbetrieb aufgenommen. Zuerst wurde in einem Probebetrieb versucht, die beiden Wohnungen auf gleicher Lufttemperatur zu halten. Dies scheiterte an der subjektiv unterschiedlich empfundenen Behaglichkeit bei gleicher Lufttemperatur. Sobald die an den Thermostaten eingestellte und gemessene Lufttemperatur gleich waren, war entweder die IR-beheizte Wohnung subjektiv zu warm bei angenehm temperierter gasbeheizter Wohnung oder die gasbeheizte Wohnung zu kalt bei angenehm temperierter IR-beheizten Wohnung.

Die Ursache liegt im unterschiedlichen Heizungsprinzip. Die Behaglichkeit ist zugleich abhängig von der Lufttemperatur und von der durchschnittlichen Wand- und Fensteroberflächentemperatur (siehe oben).
Es wurden daher im Probebetrieb bis Mitte November 2008 die Thermostateinstellungen so lange geändert, bis in jeweils beiden Wohnungen die gleiche Behaglichkeit empfunden wurde. Da beide Wohnungen von allen Mitgliedern der gleichen Familie benutzt wurden, gab es keine Unterschiede im Nutzerverhalten.
Bei gleicher subjektiver Behaglichkeit konnte die Lufttemperatur in den Räumen der IR-beheizten Wohnung um 1 bis 2 Grad niedriger eingestellt werden als in den entsprechenden Räumen der gasbeheizten Wohnung.

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