3.3 Untersuchungshypothese

Der wichtigste Unterschied in beiden Energieflüssen besteht darin, dass bei der Infrarotheizung ab Hausanschluß bis zur Nutzenergieform keine Verluste mehr auftreten. Darüberhinaus ist die Infrarotstrahlung besser geeignet als aufgeheizte Luft, um für eine behagliche Raumtemperierung zu sorgen (Stichwort operative Temperatur).

Die Kosten für die jeweils angelieferte Energieform (Endenergie) fallen am Hausanschluß an. Es wird angenommen, dass zur Erzeugung einer behaglichen Raumtemperierung im Falle der Infrarotheizung eine deutlich kleinere Menge an Energie, gemessen in kWh, benötigt wird als bei der Gasheizung. Dies könnte dazu führen, dass die Infrarotheizung bei der momentanen Preisentwicklung gleich teuer oder sogar billiger in den Betriebskosten ist als eine Gasheizung.
Gleichzeitig könnte die Infrarotheizung trotz Einbeziehung der Kraftwerksverluste im Verbundnetz in der CO2 -Bilanz gleich gut oder besser abschneiden.

Diese Annahmen wurden mit dem vorliegenden Projekt exemplarisch überprüft.
Das Projektziel dabei war, mit möglichst geringem Versuchsaufwand möglichst viele generelle Fragen (siehe Motivation) zu beantworten unter bewusstem Verzicht auf Beantwortung von Detailfragen wie nach dem Einfluss von verschiedenen Bauformen der Infrarotstrahler etc..

Nach der abstrakten Systemfestlegung wurde ein konkretes Meßobjekt gesucht, bei dem nach Möglichkeit beide Systeme am gleichen Standort mit gleichen Bewohnern und gleicher Bausubstanz verglichen werden konnten. Mit diesen Forderungen konnten von vorneherein viele Unwägbarkeiten und Einflußfaktoren wie Wetterabhängigkeit, unterschiedliches Nutzerverhalten und unterschiedliche Einflüsse der Bausubstanz (Dämmung, Speicherverhalten etc.) in ihren unterschiedlichen Auswirkungen auf das Untersuchungsergebnis minimiert werden.

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