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Wissenschaftliche Fachliteratur zur Verwendung von Infrarotheizungen im Wohnbereich ist praktisch nicht vorhanden, da die Verwendung als Hauptheizung dort noch unüblich ist.

Typische Anwendungsfälle für Infrarotheizungen waren bisher große Zweckgebäude oder halboffene Gebäude wie Fertigungs- und Lagerhallen, Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude, Waschhallen, Sport- und Reithallen, Flugzeughangars, der Agrarbereich mit Ställen oder Gewächshäusern, Kirchen und Fußballstadien. Hauptgrund für die Anwendung war die gezielte Erwärmung von Arbeitsplätzen ohne energieaufwendige komplette Beheizung der Raumluft.

Es gibt zwar zahlreiche, auch firmeninterne Untersuchungen zur Verwendung von meist gasbetriebenen Infrarotheizungen in solchen Gebäuden sowie entsprechende Arbeitsplatzuntersuchungen z.B. durch die Berufsgenossenschaften. Die Ergebnisse dieser teils sehr detaillierten Forschungen sind jedoch nur sehr bedingt auf den Wohnbereich übertragbar, da hier ein völlig anderes Nutzungsprofil gilt. Insbesondere lassen sich keine fundierten Aussagen über den Energieverbrauch ableiten.  Im Wohnbereich sind außerdem ausschließlich elektrisch betriebene Dunkelstrahler als Hauptheizung verwendbar.

Das Gemeinsame in beiden Anwendungsgebieten ist die Vermeidung der Luftaufheizung, die im Wohnbereich tendenziell ähnliche Energieeinsparungen erwarten lassen wie bei Zweckgebäuden.

Von einer Reihe von Anbietern von Infrarotheizungen für den Wohnbereich gibt es firmeninterne Untersuchungen über den Energieverbrauch vor und nach der Umrüstung auf Infrarotstrahler. Allerdings wurden in der Regel nur die Endenergieverbräuche verglichen, was nur im direkten Vergleich mit anderen elektrischen Heizungen eine gewisse Aussagekraft hat. Es ist dabei von Einsparungen im Stromverbrauch von bis zu 70% die Rede.
Nachteilig ist bei diesen Untersuchungen auch, dass einerseits von einer gewissen Einseitigkeit bei der Auswahl der Objekte ausgegangen werden muss, andererseits können die Werte bei einem Vorher/Nachher-Vergleich prinzipiell durch Verhaltensänderungen der Bewohner und durch unterschiedliche Witterungsverhältnisse verfälscht sein.

Die zeitgleiche Messung am gleichen Standort mit vergleichbarem Bewohnerverhalten und gleicher Bausubstanz, wie es in der vorliegenden Untersuchung der Fall ist und die die oben genannten Nachteile vermeidet, ist aus solchen Untersuchungen nicht bekannt.

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